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Okay, ich geb's zu: Ich lese gerade ein Buch über die Französische Revolution und musste mal wieder den Bildungsbürger raushängen. Was mir nur halb gelungen ist, denn der echte Gebildete hätte natürlich die drei Schlagwörter in französisch formuliert. Könnte ich natürlich auch, aber ich finde auf dieser blöden Notebook-Tastatur kein ce-cedille. Das ist auch der Grund dafür, weshalb ich nicht weiß, wie man diesen komischen Buchstaben korrekt bezeichnet.
Dabei war heute wirklich so ein Tag, den man als heimlichen Sieg für die Gleichheit verbuchen muss: Die Sonne schien heute für alle, egal ob verdi-Mitglied oder nicht, egal ob jung oder alt. Und sie schien so richtig warm – ausser für die, die nach eins aufgestanden sind.
Und Freiheit gilt ab heute für AstriD. Nie mehr muss sie unter der um Größenordnungen unterschiedlichen Ekel-Schwelle ihrer Mitbewohner leiden. "Sturmfreie Bude" gibt's in der neuen Wohnung in Ottenau ohnehin rund um die Uhr.
Für den übrig gebliebenen Rest der WG ist damit wieder pure Brüderlichkeit angesagt. Soll heissen: Ab heute dürfen wir wieder im Stehen … zumindest bis zur nächsten WG-Sitzung.
– RolF
Ich hatte ja schon immer ein komisches Gefühl dabei, wenn ich Samstag morgens mit einem Brötchen vom Bäcker um die Ecke in der Hand einen Blick in die taz warf und schon wieder einen Artikel über Aktionen von Attac und anderen Globalisierungsgegnern überblätterte. Ob das eine Vorahnung war?
Jedenfalls fiel mir bei dem häufig vernommenen und ja eigentlich auch einleuchtenden Aufruf Support your local dealers! immer gleich die frei nach Clausewitz "Fortsetzung der Anti-Globalisierung mit anderen Mitteln" ein: Im T-Shirt Aufdruck Support your local prostitutes, gerne auch im XXL Format über einem ansehnlichen Bierbauch plaziert, findet die ihren trefflichsten Ausdruck.
Ob so ein Satz jetzt ironische Relevanz hat, weil er den Hau-drauf Aufruf "Global denken, lokal handeln" in einem unmoralischen und anrüchigen Bereich umsetzt, ist jetzt nicht mehr so wichtig. Denn nun gilt es, den Tatsachen ins Auge zu sehen: Die Brüder Kaplan, ihres Zeichens Feinkost-Händler in Neureut, für mich vor allen Dingen die, mit den größten und besten Melonen, haben jetzt ihren Laden geschlossen. Und irgendwelche Schilder, dass sie umgezogen seien, habe ich nirgens gesehen. Also ist da eindeutig rauszuhören: "Bei euch, die ihr nur saisonal einkauft, lohnt sich das nicht mehr."
Aber vielleicht ist ja auch gar niemand schuld! Und sie wollten sich nur "verändern" und haben jetzt einen Laden in Paris aufgemacht. Na hoffentlich wird der Sommer nicht so heiss, denn wie wäre der ohne Melonen zu etragen? Und wie soll ich überhaupt über die grassierende Frühjahrsmüdigkeit hinwegkommen, wenn ich nicht mehr zu dem Schwarz-Tee komme, der einen für ungelogene 8 Stunden unter Volldampf hielt!
– RolF
Hallo zusammen,
keine Angst, es ist nicht etwa Astrid, die hier schreibt, aber immerhin der Jo an Astrids Laptop, das jetzt in Ottenau über DSL ("nur" 1000) online ist.
Viele Grüße an alle Wiki-Leser (also vor allem an Rolf
)
Johannes
Da kratz' ich mich doch jetzt mal am Kopf und frag mich, ob die Passwörter wirklich so einfach zu erraten sind. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass ich Arcor Domains in die Trusted Zone mit aufgenommen hätte.
Vielleicht lasse ich aber das am Kopf kratzen in Anbetracht der schütterer werdenden Haare und schaue lieber mal in den Apache Logs nach.
Und ich lasse jetzt auch mal die brutto-netto Umrechnung (1Mbit für eine Person gegenüber 6 Mbit, die von 6 Personen geteilt werden) ausser acht, sonst bin ich so frustiert, dass ich der Telekom heute keinen gesalzenen Brief mehr schreibe.
– RolF
Es gibt ja auch Leute, die bei einem Umzug in eine neue Wohnung eine Einweihungsfete machen. Marc gehört in diesem Jahr dazu. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll ja in der WG ein Virus grassieren, das auf heimtückische Weise die Motivation, eine Umzugsfete zu organisieren, schon in den Anfängen erstickt. Jetzt aber wissen wir es gibt ein Gegenmittel. Mal sehen, ob es Marc uns verraten wird.